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Die können NICHTS an der Sirene!

Der Sommer ist um. Aus und vorbei. Regen und grauer Himmel. Aber Paris ist auch dann sooo schön! Ich höre Edith Piafs La vie en rose und fühle mich heimelich. Vor mir der Blumenstrauß, den ich zusammen mit zwei Freunden (die hier aus rechtlichen Gründen anonym bleiben) ziemlich alkoholisiert ...sagen wir mitgenommen hab' und ein Bier.

So langsam rücken meine werten Kommilitonen an und quartieren sich bei mir ein. Uns erwartet ein Wohnungssuchemarathon. Bonne chance! Haben heute zur Besichtigung beispielsweise den siebten Stock zu einem „chambre de service“ erklommen. Man betritt den Eingang eines nobel wirkenden Gebäudes, folgt dem Vermieter und den anderen Interessenten durch ein schickes Foyer, wirft einen Blick auf marmorne Säulen, durchquert einen ansehnlichen Garten – zu einem weniger ansehnlichen Haus. Hier hauste früher unserer Vermutung nach das niedere Dienstpersonal. Schon bei der Kletterei wird man ob des Schummerlichts depressiv. Mittlerweile folgt einem der atemlose Vermieter. Am Anfang des sehr langen Korridors befindet sich das Klo, genutzt von allen Bewohnern der Etage, am Ende des sehr langen Korridors nun die Wohnung. 14 Quadratmeter, ziemlich groß also. Inklusive Küchennische, Dusche, Bett. Nicht schlecht! 500 Euro Miete. Ohne Strom und Internet. Nur zwei Bewerber bekunden Interesse, der Weg ist zu beschwerlich. C'est Paris!

Paris ist glaube ich ziemlich klein. Genau wie die Welt. Am Wochenende spazieren Waldi (mein erster Besuch im Franzland) und ich durch den herrlichen Tuilerienpark (bei Sonnenschein) und laufen OHNE WITZ der Mitbewohnerin meiner besten Freundin und ihrem Freund über den Weg. Sag ich, was ist hier los? Um die Worte eines zukünftigen Lehrers zu gebrauchen, der seinen Schülern viel beibringen wird: Das war episch!

Wie die Aussicht, die man vom Centre Pompidou aus genießen kann, oder ein paar hundert Meter entfernt von der Métrostation Belleville. Der Eiffelturm in seiner ganzen Pracht. Whoaaaa! Ab neun Uhr abends blinkt er stündlich. Ihr denkt, ihr kennt den ultimativen Blingblingmegakitsch? NICHT.

Wir flanierten außerdem über einen RIESENflohmarkt. FlipFlops, Tasche, Notting Hill-DVD auf Französisch (soviel zum Kitsch^^) sind jetzt in meinem Besitz. Der Flohmarkt erstreckte sich über eine große Avenue und mehrere Seitenstraßen. Eine Kaffeemaschine hätte ich auch gerne abgestaubt aber da war nix Passendes dabei.

Wir statten außerdem dem Cimetière du Père Lachaise einen Besuch ab, auf dem eine Menge berühmter Leute begraben sind. Honoré de Balzac, Victor Hugo, Edith Piaf, Frédéric Chopin, Molière, Oscar Wilde und vor allem Jim Morrison, den wir natürlich gesucht und gefunden haben, gleich nach dem Dönerfestmahl auf einer Friedhofsbank mit Blick auf ein kleines Mausoleum.

In meinem Zimmer muss man sich an Lärm gewöhnen. Vor der Tür Kinder, vor den Fenstern Autolärm. In der Nähe ist ein Krankenhaus, zu dem permanent Krankenwagen rasen. In Paris gibt’s kein typisches Tatütata. Die Melodie scheint nach Belieben zu variieren, zuweilen wird sie einfach unterbrochen. Atatütat gibt’s auch.

Meine Nachbarn sind die unfreundlichsten ever. Ich meinem Bad befindet sich zwar ein WC, verirrt sich darin aber Klopapier, gibt’s Verstopfung. Also ist es besser, seine Sitzungen auf der Toilette im Flur abzuhalten. Gestern Abend klopft mein Nachbar, den ich bis dato noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Ohne Gruß und ohne sich vorzustellen plärrt er, ich solle meinen Gästen gefälligst nicht erlauben, das Gemeinschaftsklo zu benutzen, wo ich doch ein eigenes hätte. Total überwältigt von soviel Unverschämtheit erkläre ich ihm den Sachverhalt. Er versteht's nicht. Ich habe keine Lust mich zu streiten und nicke. Da geht er einfach. Habe meinem Kommilitonen trotzdem erlaubt, da weiterzumachen. Heute lag der Klodeckel vom Gemeinschaftsklo vor meiner Tür. Was kommt als Nächstes? Ein Pferdekopf?!

 

Straßenkunst!

 
 
 
 
 
 
Jimmy!
 
 
 
 


9.9.10 17:39
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(12.9.10 21:24)
du fühlst sich heimelich? bist du jetzt geheim oder was? ich glaube schøn!


Susan / Website (15.9.10 18:59)
marie, du musst deine nachbarn bestechen. stelle ihnen deutsches bier vor die tür, dazu kann niemand nein sagen!


marina (20.9.10 17:54)
hihiihi, ich weiß gaaanz genau was das mit dem (wunderhübschen) blumenstrauß auf sich hat. mehr von solchen geschichten, ich hab mich über euer wochenende sehr totgelacht

und pass mal echt wegen dem klo auf...vor allem: woher wissen die, dass du da hingehst? gibts da etwas ne kamera?!?!?


Anna (21.9.10 03:14)
Hahaha..depp-nachbar...mach doch einfach mal den:
Aber dem auch was vor die Tür legen wäre toll--zeichensprache und so


(23.9.10 21:56)
Hatte mir vorgenommen, dem Nachbarn Schokoladenstückchen hinzuwerfen. Haltet ihr das für adäquat?^^ Jetzt ist meine Wohnung wieder frei und meine Fußmatte frei von toten Fischen oder Hähnen. Evtl machen die das bei jedem neuen Nachbarn? Ein Ritual? Und den hab ich mich nich getraut...wer weiß, dann macht der !

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