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Fertig Fertig Fertig Popertig!

Uiuiuii, Shame on me!

Gut, dass ich kein Tagebuch schreibe, ich betreibe diesen Blog ja beinahe so unregelmäßig, wie ich mein Studium betrieben habe! Ja, HABE! Vor ein paar Tagen HABE ich meine Bachelorarbeit abgegeben, oder sagen wir besser, voller Inbrunst in das Fach meiner Dozentin gepfeffert und ihr, also der BA, mit einem letzten bösen Blick den Rücken zugekehrt!

Ich fühlte mich leicht wie eine Feder, stattete dem Erasmusbüro noch einen Besuch ab, erhielt sogar das Dokument, das ich benötigte beinahe umgehend (der Drachen hauste gerade nicht in seiner Höhle) und hüpfte leichtfüßig zum Bahnhof, in den just in dem Moment, in dem ich ankam, der RER einfuhr und mich ganz ohne Unterbrechungen nach La Défense chauffierte, wo ich ausstieg und in die Linie 1 stieg, die auch weniger vollgestopft schien als sonst, mit rücksichtsvolleren und wohlriecherenden Passagieren darin, um bei Station Pont de Neuilly das strahlende Sonnenlicht zu erblicken und eine sanfte Brise spürte, die meine an dem Tag perfekt sitzende Frisur sympathisch durchfuhr und mich zum Eingang des großen Gebäudes kurz vorm Megazentrum des pariser, nein, des gesamten französischen Kapitalismus begleitete. Ich gesellte mich zu Anzugträgern im Aufzug und fuhr in den sechsten Stock, flötete „Bonjour“ zur Rezeptionistin, tänzelte zum Büro und ließ mich nach einem weiteren Gruß an meine bereits geschätzten Kollegen auf meinen Stuhl vor meinen Computer fallen.

Hier ist mein Platz für die nächsten 8 Wochen, mein Praktikumsplatz, den ich tatsächlich gefunden habe. Ich arbeite als unbezahlte Übersetzerschlampe für eine Holding bestehend aus fünf Menschen inkl. mir, die Informationen für Klienten bereitstellt, die im Ausland ein Praktikum machen oder studieren wollen und diese an eine ihrer eine Million Partneruniversitäten etc. auf allen fünf Kontinenten weiterleitet. Die Webseite wird neugestaltet, ein besseres, internationaleres Image muss her und also auch Übersetzer. Ich glaube, ich hab vom ganzen Tippen ein entzündetes Handgelenk, aber ich könnte froher nicht sein.

Unerklärlicherweise haben die Menschen von der Uni es geschafft, die Klausuren, die wir erst vor zwei Wochen geschrieben haben, schon zu korrigieren und unerklärlicherweise habe ich dieses zermürbende Jahr – bestanden. Ich so AAAAAHHHH. Und jetzt hab ich irgendwie keinen Stress mehr. Das ist ein ganz komisches Gefühl. Ganz, ganz komisch.

Was ist noch so passiert in den letzten beiden Monaten? Nicht besonders viel. Ein paar Erkenntnisse hab ich aber gewonnen:

  • Pariser Tauben sind dreister und fetter als normale Tauben.Haarscharf fliegen sie an einem vorbei und nerven einfach nur.

  • Schaben im Bad sind nicht mehr so schlimm, hatte man die erste in der Hand (um sie zu retten. Ich kann einfach keine Viecher töten. Ich schmeiße sie mit der bloßen Hand aus dem Fenster).

  • Wenn es 36 Grad im Schatten ist, stinken die Metrogänge noch mehr nach Urin. Und überhaupt Exkrementen. 

  • Die italienische Kette Amorino macht das epischste Eis.Beste Sorte: Mango. Alter Falter, da lohnen sich 3,50 pro 1 Kugel. Große Kugel.

  • Die französische Sprache lässt sich manchmal einfach ins Deutsche übertragen und dermaßen genial interpretieren. "Außer, man ist autorisiert"

 

  • Pariser Kellner sind nur unfreundlich, wenn sie merken, dass sie keine Muttersprachler bedienen.

  • Löcher im Dielenboden vergisst man ganz schnell, wenn man eine Zeitung darauf platziert.

  • Wenn der Prof nicht kommt, wird die Klausur auch nich geschrieben. Sie wird verlegt auf den darauf folgenden Tag. BWL Studenten, die zufällig an diesem Tag schon nach Hause fahren wollten und ihr Ticket bereits gebucht haben, bekommen einfach ihre brillante Note aus dem vorhergehenden Test für das komplette Fach angerechnet.

  • BWLer sind unzufrieden mit 14 Punkten, VWLer feiern, wenn sie gerade so bestanden haben.

  • Egal, wie traurig man ist, ein Zebra an der Wand kann einen immer aufmuntern.Es heißt Philippe und begrüßt mich jeden Tag, wenn ich nach Hause komme. 

  • 20 Minuten an einer Kasse zu stehen ist nicht die längste Wartezeit.

  • Es ist möglich, vier mal in den gleichen Kinofilm zu gehen, wenn er in Paris spielt und von Woody Allen stammt.

  • Menschen, die zur Pariser Comic Con' reisen, sehen witzig aus.

  • Wenn der RER B streikt, geht ganix mehr.

  • Die Bibliothèque Francois Mitterrand im 13. Arrondissement hat ihren eigenen Wald, und zwar im Boden drin.

  • Im sechsten Stock zu wohnen (ohne Aufzug) fällt gar nicht mehr so auf.

  • Mano Solo ist tot. Großartiger Sänger. Wundervolle Lieder. Viele über Paris. Da läuft man über den Cimetière Père Lachaise und wird per Grab mit dessen Ableben konfrontiert.

 

  • Die Bar „Piano Vache“ nahe dem Pantheon ist gemütlich und spielt antike Punkmusik.

  • Auf dem Montmartre klimpert in einer Crèperie zuweilen ein hübscher Pianist und singt mit mittelguter Stimme Beatles und Ray Charles. Hit the Road, Jack!

 

  • Karussell fahren in der Nähe des Eiffelturms versetzt einen beinahe wie den Herrn der Diebe zurück in die Kindheit.

  • Die Franzosen sind zwar bekannt für ihre Haute Cuisine, das hindert sie aber nicht, Verbrechen an Kohlenhydraten zu begehen

 

  • Selbst auf ihren Zucker drucken sie ihr Lebensmotto

 

  • Talent zu effizientem Autofahren kann ich den Parisern immernoch nicht attestieren, muss aber zugeben, dass der Blick vom Arc de Triomphe auch ein anderes Schauspiel als Chaos bieten kann

 

  • Es existiert eine Rue Goscinny inkl. Sprechblasen auf dem Straßenpflaster. Asterix ftw! "Nein, du wirst nicht singen!"

 

  • Ich glaube, das Centre Pompidou ist eines meiner Lieblingsmuseen. Da gibt's Ausstellungen mit Fliegenpilzen und lustigen Höhlen! Und wenn doch jeder Zaun so schön wäre!

 
 

 

  • Immerwieder stolpert man über wunderbare Wiederholungen!

 
 
  • Unsere Zuckerwatte ist bei den Franzosen Papas Bart!

 

 

Das Leben in Paris wird immer besser! Im Moment fühle ich mich so:

 

 

Bonne Nuit, les Enfants! 

 

 

 

 

 

 


6.7.11 00:00
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lenny (6.7.11 09:16)
Ich hab von Mano Solos Tod per Youtube erfahren, als ich jemanden in dessen Sangeskünste einweihen wollte...traurige Sache das, großartiger Künstler!


seb (6.7.11 11:40)
du fühlst dich als hättest du ne dicke nase, schlitzaugen und ein fell ? :P


conhead (6.7.11 13:26)
ahjo! außerdem triumphierend und zufrieden, wie nach eine riesigen portion eis!


DER Pate (6.7.11 16:30)
übersetzerschlampe ^^ hat sich doch schon wieder gelohnt....


Anna (6.7.11 18:10)
Das Zebra ist tooll Der Rest auch !!! Klingt nach ner sehr sehr coolen Zeit nun und Scheiß Bwlern... ganz nach meinem Motto: same same but different

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