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Salut les enfants!

 

Die französische Sprache hat ganz faszinierende Eigenarten. Französische Kühe etwa machen nicht wie deutsche Kühe „Muh“. Die machen „Meuh“ [Möh]. Warum denn das? Für mein Ohr klingen die eigentlich ganz genauso, wie deutsche Kühe. Man müsste sich mal so eine Pfälzer Kuh aus dem Oggersheimer Stadtgarten schnappen und sie als Austauschkuh auf einen französischen Hof stellen. Ob sich die beiden verstehen würden?

Ein Franzose, der sich sich den Kopf am Fensterrahmen stößt, ruft nicht „Au!“, er ruft „Aї!“. Er wird vielleicht noch fluchen, und zwar „Putain“, was eigentlich Nutte heißt, laut Pons.de aber auch „Mensch!“ oder vielleicht doch eher „verdammte Scheiße!“ bedeutet. Da denke ich auch an den russischen Expräsidenten Putin, der bei den Franzosen Poutine heißt. Hieße er nämlich Putin, würde er wie Putain ausgesprochen werden. Und das, das würde den guten Mann sicherlich nicht amüsieren.

Weiterhin hat sich die Eigenart der Franzosen, alles Englische so französisch wie möglich auszusprechen in manchen Fällen als ganz nützlich erwiesen. Bei meinem Praktikum arbeitete unsere Büronachbarin mit einem Mac, während ich kleine Praktikantin meistens an einem ziemlich alten, langsamen PC saß. Ich konnte also nicht anders als neidisch und ziemlich laut zu sagen, „Oh cool, du hast 'nen Mac!“ und sprach es natürlich Mäc aus, weil … es sich eben so gehört. Audrey guckt mich total entgeistert an und fragt mich, woher ich das wisse. Ich deute nur sprachlos auf den Mac. „Achso!“, ruft Audrey, „einen Mac (und spricht es Mac aus).“ Ich will schon die Augen verdrehen, aber da fällt mir ein, dass ein „Mec“ [Mäc] ein Kerl ist …

Dinge, die abgesehen von der eigenartigen Sprache noch zum Pariser Alltag gehören und an die man sich schnell gewöhnt, obwohl man sie vorher nicht kannte: Alle Türen haben Codes. Man kommt nur in sein Haus, wenn man einen Schlüssel hat, den man an einen Codierer halten kann oder eben den Code kennt. Außerdem: Leute, die in der Metro mit lauter Stimme betteln, betteln nicht nur um Geld sondern auch um „Tickets Resto“, die hier ganz gängig sind und die man von einem anständigen Arbeitgeber bekommt.

Außerdem flutet die Stadt alle paar Nächte die Bordsteine. Man kommt raus und denkt erstmal, es hat geregnet, hat schlechte Laune und merkt dann aber, dass es ziemlich heiß ist und außerdem strahlend blauer Himmel. Dann denkt man, achjaaaa, die Bordsteine sind nur geflutet und wenn man ich ist, tritt man natürlich auch noch in die Pfützen rein. Dann flucht man „Putain“ und geht gen Metro.

Der Sommer in Paris ist übrigens ganz großartig geworden! An der Seine haben sie den sogenannten Paris Plage aufgebaut, eine Menge Sand aufgeschüttet und Liegestühle drauf gestellt, Bahnen zum Boule spielen gezogen und grandiose Sandskulpturen gebaut. An einer Stelle wurden Gratis Massagen angeboten, die wir natürlich in Anspruch nahmen. Und auch ohne Paris Plage ist es immer wieder beeindruckend und ganz entspannend, an der Seine entlang zu spazieren. Man sieht allerlei große Bauwerke, lustige Hausboote und schöne Brücken.

 

Auf der Seine leben - das wär'n Leben!

 
Ich habe auch noch einige Tiere in Paris gefunden, die meinem Zebra Gesellschaft leisten können. Bei den Tigern allerdings glaube ich, es ist ganz gut, dass die in einem anderen Arrondissement jagen. Sie könnten sich um die ollen, dreisten, fetten Tauben kümmern, von denen ich mich zuweilen verfolgt fühle. Fliegen mich einfach an. Hitchcock lässt grüßen. 
 
 
 
 
 

Und natürlich finden sich an Paris' Häusermauern und in seinen Museen noch soooviele andere Kunstwerke + Kuriositäten!

Im Rodin Museum

Uuund soooviele Pidos!


Eines von Chagall frühen Werken?


 

Wenn ich mal gerade nicht durch die Stadt streife, pack' ich meine Sachen, putze die Wohnung, überstreiche ein paar Flecken und schließe mein französisches Bankkonto. Nächsten Mittwoch geht's nämlich nach Hause. Aber nicht verzagen, ich arbeite noch an einem offiziellen Paris - Reiseführer. Der ist dann Inhalt meines Abschiedsblogeintrags

Bonne journée !

 

 


27.8.11 11:15
 


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